Wanderung zum Großen Falkenstein über die Steinbachfälle

von Barbara Wenig

Der Große Falkenstein ist mein Lieblingsberg. Er misst stolze 1.315 Meter und ist der Hausberg der Gemeinde Lindberg. Normalerweise schaffe ich es fünf bis sechs Mal im Jahr, den Großen Falkenstein über verschiedene Wanderwege zu besteigen.

Ein besonders schöner und abwechslungsreicher Wanderweg führt über die Steinbachfälle hoch auf den Großen Falkenstein. Ich bin die Strecke heuer schon zum vierten Mal mit meinem Wander- und Lebensbegleiter gegangen. Zuletzt erst vergangenen Donnerstag als ich noch Urlaub hatte, den ich gerne in meiner Heimat verbringe.

Morgens um 9 Uhr starteten mein Ehemann und ich von Zwieseler Waldhaus und haben die kürzeste – aber auch steilste – Route über die Steinbachfälle (Wanderlinie Eibe) genommen. Anfangs durchquerten wir das Urwaldgebiet Mittelsteighütte , wo man in den Morgenstunden ungestört die Stille der Natur genießen kann. Hier durchwandert man Schutzgebiete mit den ältesten Urwaldresten in Mitteleuropa. Besonders reizvoll wird es nach etwa einer halben Stunde Wanderung durch dieses Gebiet. Dann erreicht man die Stelle, an der sich die Steinbachfälle durch eine felsreiche Partie und über Kaskaden zu Tal stürzen.

Um ca. 10:15 Uhr hatten wir bereits den Kleinen Falkenstein erreicht. Von seinem 1.190 Meter hohen Gipfel konnten wir klar und weit in die Landschaft des Bayerischen Waldes blicken. Danach ging’s weiter durch einen Bergfichtenwald bis wir gegen 11 Uhr den Gipfel des Großen Falkenstein erreicht hatten.

Unsere Anstrengungen beim Aufstieg wurden mit einem wunderbaren Fernblick über die Bergkette des Vorderen Bayerischen Waldes belohnt. Bei Fön kann man in der Ferne sogar die Alpen mit Watzmann, Reiteralpe und Steinernen Meer erkennen. Nach dem anstrengenden Aufstieg freuten wir uns über ein gutes Mittagessen beim Hüttenwirt im Falkensteinschutzhaus. Auf der Tageskarte standen Tellerfleisch mit Pellkartoffeln und Blaukraut  sowie Pilzragout mit Basmatireis. Mein Mann entschied sich aber dann doch für das Glaslfleisch. Ich als Vegeatarier habe eines der tollen Nudelgerichte gewählt, die Hüttenwirt Jürgen Mader selbst zubereitet.

Frisch gestärkt nahmen wir dann den Abstieg über den Ruckowitzschachten auf der Hauptwanderlinie Grünes Dreieck in Angriff. Vom Ruckowitzschachten, übrigens einer der größte Schachten im Bayerischen Wald, bot sich uns nochmals ein herrlicher Ausblick zum Großen Arber. Die Gräser auf dem Schachten färben sich schon gelblich und lassen den nahenden Herbst ahnen. Auch Heidelbeeren findet  man noch reichlich.

Zwei Stunden später hatten wir dann den Ausgangspunkt unserer Wanderung am Parkplatz in Zwiesler Waldhaus wieder erreicht.

Weitere Informationen:

Ein besonderes Erlebnis - eine Wanderung auf den Großen Falkenstein!

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