Spaziergang durch eine unendliche Kunstgalerie

Von Gudrun Schopf

Der Wind rauscht durch die Blätter, immer wieder blitzt die Sonne zwischen den Baumwipfeln durch und gibt den Blick frei auf nahezu unsichtbare, filigrane Spinnennetze.  Solch‘ kleine Kunstwerke der Natur konnte ich gestern auf meinem Waldspaziergang im Nationalpark Bayerischer Wald zuhauf beobachten.

Man muss nur genau hinschauen. Dann findet man versteckt im dichten Gras sogar ein vollständiges Vogelnest, das der Wind von den Ästen geweht hat. Oder erkennt, dass Grün nicht gleich Grün ist. Allein die verschiedenen Moosarten variieren von ganz sattem und hellem grün bis zu dunkelgrün und braun.

Oder stellt fest, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Wie der Zweig auf dem Waldboden, den ich von weitem zuerst für das Geweih eines Rehbocks gehalten habe.

Für mich ist der Wald wie eine Galerie unendlicher Bilder, an denen ich mich nicht satt sehen kann!

Was ist der Wald für dich?

Der Wald ist eine Kunst-Galerie

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