Ausflugstipp: 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel
Fanclubs in Köln und München, eine der aktivsten Gruppen auf Facebook und Freunde in der ganzen Welt: Das Dampfbier der 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel genießt Kultstatus unter den Bierkennern. Ein Abend in der Brauereistube (Schalander) ist ein “Muss” für alle Besucher des Bayerischen Waldes, zumal Wirtin Elisabeth Pfeffer zum Dampfbier Trebernbrot reicht.
Dampfbier: Mehr als heiße Luft
Um 1900 waren Weizen und Hopfen im Bayerischen Wald ein rarer Rohstoff. Deshalb verwendete Wolfgang Pfeffer Gerstenmalz statt Weizenmalz – und braute daraus ein prächtiges obergäriges Bier. Dabei musste er mit dem teuren Hopfen natürlich sparen; die Gärung mit obergäriger Hefe verlief rasch in hölzernen, offenen Bottichen bei Temperaturen von 18- 20° C. Dadurch kam es zu einer heftigen, schnellen Kohlensäureentwicklung, die an der “Decke” (Schaum über der Flüssigkeit) große Gasblasen entstehen ließ. Diese zerplatzten von Zeit zu Zeit, das Bier schien richtig zu dampfen. Der Name “Dampfbier” war geboren.
Noch heute wird das Dampfbier nach der Gärung in große Lagerfässer gefüllt, die wie ehemals in den weit in den Berg gehauenen Felskellern lagern. Die Entlüftungsschächte, über zehn Meter durch Erdreich und Felsen gehauen und mit einer Trockenmauer gesichert, sind vor dem Eingang zur historischen Erlebnisbraustätte zu besichtigen.
Ein Glück: Zum 100sten Geburtstag der Brauerei 1989 wurde das Dampfbier nach den überlieferten Rezepturen des Wofgang Pfeffer original wieder eingebraut – und seitdem von vielen Menschen im Bayerschen Wald und weit drüber hinaus getrunken.
Mehr Informationen: http://www.dampfbier.de