10. September 2010
von Gudrun Schopf
Ich werde diesen Sonntag, 12.9., im Keller verbringen. Nicht in meinem, sondern in den Bier- und Eiskellern in der Pfleggasse in Regen. Anlässlich des bundesweiten Tags des offenen Denkmals kann man diese „vergessenen Schätze Regens“ von 13 bis 17 Uhr erkunden.
Jede halbe Stunde gibt es eine Führung, garniert mit allerhand Geschichte und Geschichten von Regen, den Kellern und natürlich auch vom Bier! Das gibt es am Ende der Führung auch zu trinken: ein echtes “Kellerbier” der Brauerei Falter. Wer es lieber süß mag, der kann sich vorm “Weißbierkeller” mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen.
Treffpunkt ist im Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum.
Mehr Informationen unter:

Der Abgang zum Bier- und Eiskeller in Regen
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7. September 2010
von Barbara Wenig
Der Große Falkenstein ist mein Lieblingsberg. Er misst stolze 1.315 Meter und ist der Hausberg der Gemeinde Lindberg. Normalerweise schaffe ich es fünf bis sechs Mal im Jahr, den Großen Falkenstein über verschiedene Wanderwege zu besteigen.
Ein besonders schöner und abwechslungsreicher Wanderweg führt über die Steinbachfälle hoch auf den Großen Falkenstein. Ich bin die Strecke heuer schon zum vierten Mal mit meinem Wander- und Lebensbegleiter gegangen. Zuletzt erst vergangenen Donnerstag als ich noch Urlaub hatte, den ich gerne in meiner Heimat verbringe.
Morgens um 9 Uhr starteten mein Ehemann und ich von Zwieseler Waldhaus und haben die kürzeste – aber auch steilste – Route über die Steinbachfälle (Wanderlinie Eibe) genommen. Anfangs durchquerten wir das Urwaldgebiet Mittelsteighütte , wo man in den Morgenstunden ungestört die Stille der Natur genießen kann. Hier durchwandert man Schutzgebiete mit den ältesten Urwaldresten in Mitteleuropa. Besonders reizvoll wird es nach etwa einer halben Stunde Wanderung durch dieses Gebiet. Dann erreicht man die Stelle, an der sich die Steinbachfälle durch eine felsreiche Partie und über Kaskaden zu Tal stürzen.
Um ca. 10:15 Uhr hatten wir bereits den Kleinen Falkenstein erreicht. Von seinem 1.190 Meter hohen Gipfel konnten wir klar und weit in die Landschaft des Bayerischen Waldes blicken. Danach ging’s weiter durch einen Bergfichtenwald bis wir gegen 11 Uhr den Gipfel des Großen Falkenstein erreicht hatten.
Unsere Anstrengungen beim Aufstieg wurden mit einem wunderbaren Fernblick über die Bergkette des Vorderen Bayerischen Waldes belohnt. Bei Fön kann man in der Ferne sogar die Alpen mit Watzmann, Reiteralpe und Steinernen Meer erkennen. Nach dem anstrengenden Aufstieg freuten wir uns über ein gutes Mittagessen beim Hüttenwirt im Falkensteinschutzhaus. Auf der Tageskarte standen Tellerfleisch mit Pellkartoffeln und Blaukraut sowie Pilzragout mit Basmatireis. Mein Mann entschied sich aber dann doch für das Glaslfleisch. Ich als Vegeatarier habe eines der tollen Nudelgerichte gewählt, die Hüttenwirt Jürgen Mader selbst zubereitet.
Frisch gestärkt nahmen wir dann den Abstieg über den Ruckowitzschachten auf der Hauptwanderlinie Grünes Dreieck in Angriff. Vom Ruckowitzschachten, übrigens einer der größte Schachten im Bayerischen Wald, bot sich uns nochmals ein herrlicher Ausblick zum Großen Arber. Die Gräser auf dem Schachten färben sich schon gelblich und lassen den nahenden Herbst ahnen. Auch Heidelbeeren findet man noch reichlich.
Zwei Stunden später hatten wir dann den Ausgangspunkt unserer Wanderung am Parkplatz in Zwiesler Waldhaus wieder erreicht.
Weitere Informationen:

Ein besonderes Erlebnis - eine Wanderung auf den Großen Falkenstein!
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3. September 2010
von Karen Widmann, Gründerin von Bayerwald Bike
Neulich wurde ich nach meiner Lieblingstour im Bayerischen Wald gefragt. Die Antwort darauf ist nicht leicht, denn da kann ich mich gar nicht entscheiden… Es gibt in alle Richtungen so viele herrliche Touren.
Eine Strecke, die ich aber besonders gern fahre, ist die „Mühlgrabenweg-Runde“, eine perfekte Trail-Tour. Sie führt von Viechtach aus nach Kollnburg und über den Bumperlweg nach Markbuchen bei Sankt Englmar.
Die Konzentration auf die zahlreichen Wurzelpassagen lässt einen die Höhenmeter vergessen. Von dort aus geht es abwechslungsreich und alles fahrbar über die Liftschneise des Prediktstuhl-Liftes zur Ödwies.
Von hier beginnt der kilometerlange Mühlgrabenweg, meines Erachtens einer der schönsten Trials in unserem Gebiet. Ein ewig langer, extrem flowiger Singletrail, immer leicht bergab, sehr romantisch an einem Bach entlang.
Unbedingt am Grimmeisenweiher Halt machen!
Weiter geht es über den Schopf mit anspruchsvollem Downhill nach Rettenbach, von dort zurück nach Sankt Englmar und über den Kirchenweg nach Hinterwies. Ab Münchshöfen gibt es dann eine herrliche, „geheime“, teilweise knifflige Trailabfahrt zurück nach Viechtach.
Insgesamt Fahrspaß pur und super Ausblicke
Weitere Mountainbike-Touren und Trails gibt es auch unter

Diese Tour bietet herrliche Ausblicke - Bild: Bayerwaldbike
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2. September 2010
Von Fritz Wenzl, Leiter Tourist-Information
Es soll Leute geben, die behaupten, keiner liebt einen Aussichtsturm so wie ich. Nun, was soll ich schreiben: Recht haben sie. Der Aussichtsturm in meiner Heimat- und Lieblingsgemeinde Langdorf im Bayerischen Wald ist aber auch besonders schön – vor allem wegen des Blicks auf über 30 Bayerwaldberge und bei klarem Wetter bis in die Alpen.
Wer von der Ortsmitte in Langdorf startet, braucht gerade einmal 30 Minuten bis zum Aussichtsturm: Er wandert auf dem Wanderweg Nr. 1 am Hirschgehege des Hotels Post vorbei den Kreuzweg bis zum Aussichtsturm.
Zugegeben, die 200 Stufen den 2o Meter hohen Turm hinauf sind anstrengender als die Wanderung, die Aussicht entlohnt … aber das sagte ich ja bereits.
In jedem Fall hat man sich jetzt eine Stärkung verdient, z. B. auf dem Rückweg im Berggasthof Waldmann. Die fangfrischen Forellen sind dort ebenso zu empfehlen wie das bairische Schäufele. Guten Appetit.
Die Turmfreunde Langdorf auf Facebook
Informationen zu
Langdorf
Berggasthof Waldmann
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30. August 2010
Von Gudrun Schopf
Der Wind rauscht durch die Blätter, immer wieder blitzt die Sonne zwischen den Baumwipfeln durch und gibt den Blick frei auf nahezu unsichtbare, filigrane Spinnennetze. Solch‘ kleine Kunstwerke der Natur konnte ich gestern auf meinem Waldspaziergang im Nationalpark Bayerischer Wald zuhauf beobachten.
Man muss nur genau hinschauen. Dann findet man versteckt im dichten Gras sogar ein vollständiges Vogelnest, das der Wind von den Ästen geweht hat. Oder erkennt, dass Grün nicht gleich Grün ist. Allein die verschiedenen Moosarten variieren von ganz sattem und hellem grün bis zu dunkelgrün und braun.
Oder stellt fest, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Wie der Zweig auf dem Waldboden, den ich von weitem zuerst für das Geweih eines Rehbocks gehalten habe.
Für mich ist der Wald wie eine Galerie unendlicher Bilder, an denen ich mich nicht satt sehen kann!
Was ist der Wald für dich?

Der Wald ist eine Kunst-Galerie
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26. August 2010
Von Gudrun Schopf
Heute Morgen bekam ich einen Anruf von meiner Kollegin Ilse. Sie arbeitet bei der Tourist-Info in Drachselsried und hatte einen Tipp aus erster Hand für mich. Im neuen Naturweiher der Gemeinde darf ab sofort gebadet werden – auf eigene Gefahr, denn der idyllische Weiher wird offiziell erst zur Badesaison 2011 eröffnet. Bis dahin sind auch der Kiosk, die Umkleidekabinen und Toiletten fertiggestellt.
Im Moment muss man sich mit mobilen Toiletten, mitgebrachten Snacks und Getränken sowie Umziehen hinter Büschen behelfen. Dafür ist der Eintritt frei. Und weil viele Leute den Weiher noch nicht kennen, ist dieser Ort auch nicht überlaufen.
Genug Platz und Ruhe also, um auf der großen, grünen und nur von Wald umgebenen Liegewiese so richtig zu entspannen und sich bei einem Bad im klaren Wasser zu erfrischen. Ich weiß jedenfalls jetzt, wo ich die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres verbringen werde.
Das Hinkommen ist ganz leicht: Der Badeweiher liegt zwischen den beiden Einfahrten Drachselsried unterhalb der Staatsstraße. Die Zufahrt ist gegenüber dem Campingplatz Haufenmühle möglich, aus Richtung Bodenmais kommend links. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.
Mehr Informationen auch unter:

Neuer Naturbadeweihe in Drachselsried - ein ganz besonderer Badespass!
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23. August 2010
Von Gudrun Schopf
Jeder findet im Bayerischen Wald Pilze. Nur ich muss sie suchen. Das tue ich zwar leidenschaftlich, aber leider nur mit mäßigem Erfolg. Während andere Schwammerlsucher Steinpilze, Rotkappen, Pfifferlinge, Hexenröhrlinge, Perlpilze und Stockschwämmchen körbeweise nach Hause tragen, ist meine Ausbeute meist recht mager. So auch vergangenes Wochenende.
Nach stundenlangem Kriechen durchs Unterholz, angestrengtem Schauen auf dem Waldboden und wiederholtem erfolglosen Bücken war mein Pilzkorb nur so weit gefüllt, dass es für eine Suppe reichte.
Die beste Schwammerlsuppe macht meine Kollegin Barbara Wenig. Zum Glück hat sie mir ihr Rezept verraten.
Rezept Schwammerlsuppe von Barbara Wenig
Ca. 500 g frische Schwammerl wie Steinpilze, Pfifferlinge usw.
30 g Fett oder Butter
1 kleine Zwiebel
2 EL Mehl
1 bis 1 ¼ l Gemüsebrühe
4 bis 5 EL Rahm
Salz, Pfeffer
Petersilie
Die frischen Schwammerl putzen und klein schneiden. Die Zwiebel in heißer Butter oder Fett glasig dünsten, die Pilze dazu geben und gut durch dünsten. Wenn die Pilze den Saft gezogen haben, mit dem Mehl bestäuben und mehrmals umrühren. Die Gemüsebrühe dazugeben und 20 Minuten köcheln lassen. Ein bis zwei Lorbeerblätter dazugeben, das rundet den Geschmack nochmals ab.
Zum Schluss die Sahne dazugeben und mit reichlich Petersilie bestreuen. Mit Semmelknödel servieren.
Tipp zum Nachtisch: selbst gemachte Heidelbeerpfannkuchen á la Barabara Wenig



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18. August 2010
Von Barbara Wenig und Gudrun Schopf
In Zwiesel hat eine Weltstadt-Ikone ein Café mit Bar, Bühne und Biergarten eröffnet. „Wirtin“ des neuen Café Gloria in Nähe der Glasmanufaktur Theresienthal ist die Künstlerin Gloria Gray. Nach 25 Jahren in der weiten Welt u.a. mit Stationen in Hollywood und München hat es die schillernde Kabarett-Persönlichkeit wieder zurückgezogen in ihren Geburtsort Zwiesel im Bayerischen Wald.
Rudolf Moshammer gehörte zu ihren Freunden, von Cliff Richard über Bo Derek bis Bruno Jonas ist sie bereits mit vielen Prominenten aufgetreten: Stationen des aufregenden Lebens von Gloria Gray als Entertainerin, Sängerin, Schauspielerin, Model und Autorin hängen als Bilder und Fotos im Café an den Wänden. Und auf der Bühne gibt sie gelegentlich auch Kostproben ihres Könnens – allerdings soll das Café in erster Linie eine Plattform für Künstler aus der Region und dem nahen Böhmen sein.
Für uns viele gute Gründe, bald mal wieder im Café Gloria vorbeizuschauen. Denn auch der Kuchen dort ist sehr fein. Und der Kaffee wird – wie auch alle Speisen – mit dem gesunden Granderwasser zubereitet.
Mehr Informationen unter: http://www.cafe-gloria.de/
Videos und Filmberichte zur Eröffnung des Café Gloria:

Auftritt von Gloria Gray in ihrem Cafe Bild: Martia Haller
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17. August 2010
Von Gudrun Schopf
Leider muss ich diesen Donnerstag arbeiten. Viel lieber würde ich gemeinsam mit Thomas Müller über den poetischen Grenzsteig wandern. Statt hektischem Arbeitsalltag über vier Stunden auf dem wunderschönen Wanderweg in Nationalpark-Erinnerungen schwelgen, den Gedanken nachschweifen, in der schönen Natur verweilen und die Ruhe genießen – nur unterbrochen von den humorvollen und bisweilen scharfsinnigen Zitaten über das ArberLand vom unverwechselbaren Bürgermeister Thomas Müller … ach, wie wäre das schön.
Wenn Sie Zeit haben, dann sollten Sie die Wanderung unbedingt mitmachen. Los geht es am 19. August um 11:15 Uhr am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein über den Hochberg, das Urwaldgebiet Hans-Watzlik-Hain und über Zwieslerwaldhaus nach Ludwigsthal in das Nationalparkzentrum Falkenstein.
Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro, für Inhaber der Kurkarte ist der Eintritt frei.
Und vielleicht erzählen Sie mir hier im ArberLand-Blog am Freitag, was ich alles verpasst habe. Ich würde mich jedenfalls freuen.

Waldgeist Bild: Rosemarie Zoglauer
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10. August 2010
Von Barbara Wenig
Was macht man an einem freien Tag? Man geht um 8.30 Uhr zum Heidelbeerpflücken. Mein Tipp: Unterhalb des Aussichtsturms in Langdorf findet man Anfang August noch eine Menge Heidelbeeren. Jedenfalls ist diese Art den Tag zu beginnen trotz Bückens sehr entspannend, denn die Morgensonne wärmt den Rücken und die Ruhe im Bayerischen Wald tut bekanntlich besonders gut.
Ich pflücke also Heidelbeere für Heidelbeere und habe gegen Viertel nach zehn Uhr gut ein bis anderthalb Pfund beisammen. Mein Rücken schmerzt zwar jetzt etwas, aber der bevorstehende Genuss wird mich dafür entschädigen.
Die Belohnung ist der erste selbstgemachte Heidelbeerpfannkuchen des Jahres. Ein wahrer Genuss – finden auch meine beiden Männer am Mittagstisch. Beim Pflücken bin ich zwar alleine, aber zum Genießen habe ich Gesellschaft.
Wer kann mir eventuell ein Rezept verraten, wie man seine Finger und Fingernägel nach dem Heidelbeerpflücken wieder sauber bekommt? Nächsten Tag im Büro konnte jeder noch sehen, dass ich beim „Hoiba zupfa“ war.
Mein Rezept für den Heidelbeerpfannkuchen gibt es jedenfalls hier.

Die Stimmung im Wald, eingefangen beim "Hoiba" zupfa .
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